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Oh, du süße Schwangerschaft – Schwangerschaftsdiabetes

5. Oktober 2019

Wie heißt es so schön: „In der Schwangerschaft kann man sich ja auch mal was gönnen!“ Da kommt es ja eh nicht so darauf an – leider trifft das nicht immer zu, zum Beispiel wenn gesundheitliche Einschränkungen dazu kommen. Wie in meinem Fall: Schwangerschaftsdiabetes. Wobei es Mutter und Kind bestimmt nicht schadet, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt.

Zum 3. Mal wurde die Diagnose gestellt, gut ich habe bereits damit gerechnet und war entsprechend vorbereitet.

Diagnose Schwangerschaftsdiabetes

Bei mir sind die Ursachen genetisch bedingt, ein paar Kilo zu viel und mein „fortgeschrittenes Alter“ ist wahrscheinlich auch nicht förderlich. Aber man kann das leider nicht so pauschal festmachen, denn ich kenne auch junge, superschlanke Frauen, die davon betroffen waren.

Die Ärzte bieten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen einen Zuckertest an, der von den Krankenkassen bezahlt wird. Er ist keine Pflicht, aber ich empfehle jeder schwangeren Frau dies zu kontrollieren. Denn eine unbehandelte Schwangerschaftsdiabetes kann zu schwerwiegenden Folgen in der Schwangerschaft und für das Baby führen. Die Schwangerschaft wird strenger kontrolliert, vor allem das Wachstum des Babys.

Ich würde sogar soweit gehen und zu sagen, dass der Test in SSW 24-26 ziemlich spät kommt! In der zweiten und dritten Schwangerschaft habe ich mich bereits einige Wochen früher darum bemüht und konnte bereits nach den kleinsten Auffälligkeiten agieren.

Mehrfach am Tag muss der Blutzuckerspiegel gemessen werden.

Insulin als Lösung?

Meist kann man die Diabetes mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung in den Griff bekommen, aber mit Fortschreiten der Schwangerschaft wird dies natürlich immer beschwerlicher. Und wenn ich in verschiedenen Foren lese, welche Maßnahmen in Betracht gezogen werden um die Schwangerschaftsdiabetes in den „Griff“ zu bekommen, dann wage ich zu bezweifeln, ob das am Ende gesund für Mutter und Kind sein kann. Denn mir kann niemand erzählen, das „Low Carb“ in einer Schwangerschaft gesund ist.

Ich hatte 3 insulinpflichtige Schwangerschaften und würde behaupten, dass ich mich weitgehend vernünftig und ausgewogen ernährt habe. Natürlich hatte ich auch mal das Verlangen nach etwas Süßem oder auch nach etwas Deftigen ungesunden. Das ließ sich dann (bis auf die leckere Pizza) auch meistens durch Bewegung wieder „abbauen“. Im Verlauf der Schwangerschaft kam ich aber nicht mehr um die Unterstützung von Insulin herum.

Aber für viele ist Insulin ein rotes Tuch! Natürlich sollte man es nicht als „Freifahrschein“ nutzen, aber es kann einem doch helfen sich für eine Schwangerschaft entsprechend zu ernähren und da muss man auch gar keine Angst haben. Insulin schadet weder Mutter noch Baby in der Schwangerschaft.

Nimm dich in Acht vor Zucker – er ist raffiniert!

Die Sorge bleibt

Nun ist mein kleiner Löwe da und ich muss in ein paar Wochen zur Nachkontrolle. Die Angst, dass es nicht weg geht bleibt. Bisher hatte ich immer Glück – aber mir ist schon bewusst, dass ich für den Rest meines Lebens auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achten muss, sonst habe ich irgendwann erneut ein zuckersüßes Leben! Natürlich lasse ich mir mein Stück Torte am Sonntag davon nicht vermiesen, aber ganz außer Acht lasse ich es in meinem Alltag nicht.

Hast du Fragen zum Thema? Ich helfe dir gerne mit weiterführenden Links oder meinen Erfahrungen – die aber natürlich keine ärztliche Untersuchung ersetzen!

Ich hoffe ich konnte dir etwas die Angst nehmen und vor allem dafür sorgen, dass du das Risiko Schwangerschaftsdiabetes nicht auf die leichte Schulter nimmst (auch wenn der Test alles andere als ein Vergnügen ist).

Alles Liebe,

Kerstin

Photo Credit: Unsplash

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