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#Dickbauchdienstag

25. Juni 2019

Kennst du den Hashtag #Dickbauchdienstag? In den sozialen Medien zeigen schwangere Frauen jeden Dienstag stolz ihren großen oder auch kleinen Babybauch in die Kamera. Nein, meinen wirst du jetzt nicht sehen.

Aber dafür bekommst du ein paar Gedanken zum 3. Kind und zur aktuellen Schwangerschaft.

War das geplant?

Die wahrscheinlich häufigste Frage die wir im Moment gestellt bekommen: War das geplant? Die viel wichtigere Frage ist jedoch: Was haben wir uns dabei eigentlich gedacht? Es war eine Entscheidung aus dem (Dick-)Bauch heraus 😉 Wenn wir ganz ehrlich sind, so haben wir (wahrscheinlich aus reinem Selbstschutz) weniger genau darüber nachgedacht, wie das Leben mit 3 (!) Kleinkindern wohl so wird. Frei nach dem Motto: Die ersten beiden sind klasse, da kann das dritte ja nur prima werden.

Und wenn ich so hier sitze und diese Zeilen schreibe, dann schwanke ich zwischen Vorfreude und Furcht. Rein logisch weiß ich, dass wir das wuppen werden, aber trotzdem habe ich irgendwie mächtig Respekt vor 3 kleinen Kindern unter 5 Jahren! Der tägliche Wahnsinn um uns herum bleibt ja nicht stehen.

Aber man wächst mit seinen Aufgaben und natürlich freuen wir uns alle sehr auf den neuen Mitbewohner.

Wie ist das denn so schwanger zu sein und 2 Kleinkinder zu haben?

Es hätte mich wirklich schlimmer treffen können.

Anstrengend, aber es hält auch fit 😉 Während ich in der ersten Schwangerschaft noch vor Langeweile umkam und alle Wehwehchen ausleben konnte, merke ich jetzt erst abends wie anstrengend der Tag war. Mein Schrittzähler bestätigt das in den meisten Fällen… Und auch wenn die Wehwehchen um einiges schlimmer geworden sind, so geht es mir doch weitgehend gut. Man weiß ja auch irgendwie was auf einen zukommt und kann entsprechend früher intervenieren. So habe ich mich bereits frühzeitig um meine Schwangerschaftsdiabetes und andere Beschwerden gekümmert.

Die Jungs werden mit jedem Tag selbständiger und für den Haushalt habe ich nun Unterstützung in Form eines Staubsauger-Roboters (was wirklich eine super Hilfe ist). Hin und wieder bekomme ich außerdem einen freien Nachmittag on-top, wenn die Jungs ihre Zeit lieber bei Oma und Opa verbringen.

Trotzdem habe ich mir natürlich ein paar Gedanken gemacht, wie ich die letzten Wochen der Schwangerschaft so gut es geht „überstehe“:

Life-Hacks für die 3. Schwangerschaft

#1 Leg dir ein dickes Fell zu…

…und sitz das „Problem“ mit den Hormonen einfach aus. Es hilft sowieso nichts, du bist oft genug einfach nicht Herr deiner Sinne. Und sag deinen Mitmenschen ebenfalls, dass sie sich ein dickes Fell zulegen sollen und das du sie lieb hast, auch wenn das Hormon-Monster aus dir spricht, oder besser gesagt schreit 😉

#2 Pausen!

Pausen sind so unglaublich wichtig! Objektiv betrachtet ist es der reine Wahnsinn was da gerade passiert. Dein Körper steht Kopf, dein Kopf steht unter Strom und das alles im Irrsinn des Alltags. Da geht kein Weg daran vorbei für ein paar Minuten die Füße hochzulegen, alles andere wäre fahrlässig… Achte einfach gut auf die Signale deines Körpers.

#3 Entspannung

Die oben genannten Voraussetzungen machen auch ein wenig Entspannung unerlässlich. Jetzt hat man ja nicht unbedingt die Zeit für regelmäßige Wellness-Retreats, aber ich habe für diese Schwangerschaft etwas wunderbares für mich entdeckt: Schwangerschaftsyoga! In einem Kurs schalte ich einmal wöchentlich für 90 Minuten den Kopf aus und dehne mich in alle Richtungen.

#4 Morgenroutine

Einmal die Woche Yoga reicht aber nicht aus um mich im Gleichgewicht zu halten und so habe ich für mich eine kleine Morgenroutine entwickelt in der ich mich ein paar Minuten strecke, dehne, ein-zwei kleine Yoga Übungen einbaue und ganz tief durchatme. Diese paar Minuten wirken oft wahre Wunder.

#5 Planung

So blöd es klingt, um nicht völlig im Chaos zu versinken ist eine gute Planung unabdinglich und falls die mal ins Wanken gerät vielleicht noch die ein oder andere Nachtschicht. Mein Tag und eigentlich auch meine Woche ist ziemlich durchgetaktet. In den wenigen Stunden der Kinderbetreuung (was durchaus so gewollt ist), erledige ich meinen Job, die Wäsche, den Haushalt, die Einkäufe, Arzttermine, usw.

Dies bedarf zum einen einer guten Zeitplanung und natürlich auch einer (realistischen) ToDo-Liste.

#6 Sei du selbst!

In der ersten Schwangerschaft sagt einem jeder: Genieße die Zeit für dich und die Ruhe, wenn das Kind erstmal da ist, dann wird alles anders. So und jetzt? Nun habe ich ja schon zwei Kinder, also Pech gehabt? Kein Spaß mehr für 3-fach Momtobe? Nein quatsch! Jetzt gilt´s erst recht! Nimm dir die Zeit für dich, deine Freunde, vielleicht sogar deine Hobbys? (Hast du mit zwei Kleinkindern echt noch Hobbys?!) Mach was schönes, geh raus. Ich habe noch einiges auf meiner Agenda, bevor mein Alltag wieder für eine Zeit lang auf Stillen, Windeln wechseln und in den Schlaf wiegen beschränkt ist. Im Moment dürfen Papa, Oma und Opa gerne nochmal als Babysitter einspringen!

Und die Moral von der Geschichte

Du siehst, die 3. Schwangerschaft hat wenig mit der 1. zu tun – oder musst du als Erstgebährende wirklich überlegen in welcher Schwangerschaftswoche du bist?

Alles Liebe,

Kerstin

PhotoCredit: Unsplash

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